Baumschutzinitiative Hannover






Im Januar 2002 berichtete die HAZ über kranke Bäume in der Eilenriede. Darin sagte der Forstamtsleiter, daß er sich "Wie in einem Krankenhaus" fühlt, wenn er durch die Eilenriede geht.

Auch die Zustände in vielen deutschen Pflegeheimen sind mit dem Baumschutz in vergleichbar:
Menschen und Bäume werden in unserer Gesellschaft gleichermaßen vernachlässigt!
Darum hier ein Leserbrief
 

HAZ, 1. August 2001

Leserbrief zu dem Artikel "Polizei prüft Zustände im Seniorenheim" vom 21.7 01
und "Genau geschaut" vom 25.7.01  in der HAZ  (stark gekürzt!)
 

Mißstände verschleiert

Auch in Hannover müßten die Pflegeheime besser überprüft werden - allerdings ohne Voranmeldung!
Mein langjähriger Partner verkümmert seit sieben Monaten in einem Pflegeheim. Bei den sonntäglichen
Besuchen fand ich ihn nur ein einziges Mal "ausgehfertig" vor - weil seine Tochter vorher da war.
Ansonsten war er unrasiert, ungewaschen oder bekleckert - und die Reifen der verfügbaren Rollstühle
waren platt. Jetzt hat er einen eigenen Rollstuhl bekommen, weil damit die Krankenkasse die Wartung
bezahlt! Da das Anziehen zunehmend Mühe macht, wird er immer öfter im Bett gelassen.
Als Lebensgefährtin habe ich keinerlei Rechte. Die Heim- und Geschäftsleitung ist nicht ansprechbar,
die entfernte Tochter will ihre Ruhe haben, die Betreuerin und der zuständige Pfarrer sehen keinen
Handlungsbedarf und auch der Sozialverband ließ sich davon überzeugen, daß "alles in Ordnung" ist.
Nun wurde mir ein Besuchsverbot in Aussicht gestellt.
Auf diese Weise werden Mißstände im Pflegeheim verschleiert - wo bleibt da die Menschenwürde?
Hannover                                                                                   Julia-Gertraud Hamaann
 

Anmerkung: Das Hausverbot wurde im Januar 2002 - mit Unterstützung der Tochter -
ausgesprochen und bleib über den Tod hinaus bestehen.
Im Oktober 2002 schrieb ich einen weiteren Leserbrief an die HAZ, der jedoch nicht veröffentlicht wurde:
 
 

Leserbrief (unveröffentlicht)
zu dem Artikel: Viele Altenpfleger sehen die Probleme nicht" und
"Mehr Transparenz nötig" vom 9.10.02

Ich habe den Eindruck, daß die zuständigen Aufsichtsbehörden die Mißstände in
Pflegeheimen auch nur "teilweise" wahrnehmen.
Mein Lebensgefährte verwahrloste in einem privaten Pflegeheim, das von
Arabern betrieben wird. Aufgrund meiner Beschwerden, die ich in meinem Leserbrief
vom 1.8.01  ausführlich beschrieb, erhielt ich im Januar 2002 "im Interesse und zum
Wohle" meines Partners Hausverbot.
Angeblich bekamen ihm meine Besuche nicht: Er weinte jedesmal wenn ich weg war.
Ich glaube jedoch, daß dem *Heim* meine Besuche nicht bekamen!!!
So verendete mein langjähriger Partner einsam und verlassen - ohne meinen
Beistand und Abschied.
Meine Bitte um Hilfe blieb beim Gericht, der städtischen Heimaufsicht, dem
Medizinischen Dienst, dem "Pflegenotruftelefon" und bei der Kirche ohne Erfolg.
Lediglich das Sozialministerium ordnete Kontrollen an - bei denen aber
wundersamerweise "kein Grund zur Beanstandung" festgestellt wurde.

Ein Heim, das Hausverbot erteilt um lästige Kritiker loszuwerden, hat sicher
eine Menge zu verbergen!
Hannover                                                       Julia-Gertraud Hamann
 

Anmerkung: Meine erfolglosen Bemühungen für einen würdigen Umgang mit wehrlosen
Menschen haben mein Engagement für die Bäume zum Erliegen gebracht. Die allgemeine Haltung
gegenüber Menschen, Tieren und Pflanzen wird immer rücksichtsloser, sodaß ich keinen Sinn mehr
darin sehe, gegen den Willen der Menschen für den Erhalt von Bäumen zu kämpfen.
 


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