Baumschutzinitiative Hannover


HAZ 9.4.03
Leserbrief zu dem Artikel "Bahn kündigt Sonderangebote im April an" und "Von
Hannover nach Berlin für 17 Euro" vom 31.3.03
 

Rüder Umgang mit Fahrgästen

Abgesehen davon, daß weitere "Sonderangebote" das neue Preissystem noch
unüberschaubarer machen, werden sich immer mehr Fahrgäste von der Bahn abwenden
und nach preiswerteren oder flexibleren Alternativen suchen. Für mich als
Alleinreisende ist das Bahnfahren trotz aller Prozente deutlich teurer geworden.

Hinzu kommt die fahrradfeindliche Haltung der "neuen" Bahn, die dazu führte, daß
meine spontanen Ausflüge bereits zweimal vor dem Erreichen des Bahnsteiges
endeten, weil ich am Fahrkartenautomaten entweder keine passenden oder falsche
Fahrkarten erhielt und mir der Zutritt zum Schalter mit dem Fahrrad verwehrt
wurde. Vor 1/2 Jahr erhielt ich zwar von dem herbeigerufenen Verantwortlichen
die Erlaubnis, mein bepacktes Rad vor dem Service-Point abzustellen, um die
richtigen Fahrkarten zu kaufen - aber mein Zug war inzwischen weg.
Nun wurde meine Bitte, das Rad kurz abzustellen, erneut abgelehnt und anstelle
eines Verantwortlichen erschienen drei(!) uniformierte Männer von der
Bahn-Sicherheits-Gesellschaft (BSG). Aber anstatt mir zu helfen, regten sie
sich darüber auf, daß ich mein beladenes Rad an die Balustrade angelehnt hatte
und bezichtigten mich der "Sachbeschädigung". Nach einem erregten Wortwechsel
wurde ich von den BSG-Männern gewaltsam aus dem Bahnhof befördert - unter
Androhung von Hausverbot. Bei der Polizei erfuhr ich dann, daß diese Form der
Umsetzung des Hausrechtes kein Einzelfall war.

So ein rüder Umgang mit Fahrgästen ist schlechte Werbung und wird weder das
Image der Bahn AG verbessern noch die Züge füllen!
Hannover                                                                      Julia-Gertraud Hamann
 

 

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