Baumschutzinitiative Hannover





Parkschäden durch Parkpflege
(in Arbeit)

Aufgrund täglicher Beobachtungen fiel mir auf, daß auch durch die Pflege des Georgengartens Schäden an der Natur entstehen.
Vom Grünflächenamt werden dafür Personalmangel und Zeiteinsparungen als Grund angegeben.

Ich habe jedoch festgestellt, daß die Mitarbeiter oft ungenügende Kenntnis darüber haben, was dem "Lebewesen Park" guttut und was nicht.
Beispiel: Als ich einmal einen Mitarbeiter, darauf ansprach, daß das Überfahren der Baumscheiben mit Autos lt. Baumschutzsatzung verboten ist, erwiderte er, das hörte er zum ersten Mal - und wollte es mir noch nicht einmal glauben!
Von der Baumschutzsatzung hatte er noch nie etwas gehört
 

Andere wiederum schädigen den Park aus Bequemlichkeit: Das Auto darf höchstens eine Armlänge von der Einsatzstelle entfernt stehen -
Beispiel: Einmal sprach ich einen Bauarbeiter im Georgengarten an, weil er sein Auto 2 m vom Weg entfernt unter einem Baum abgestellt hatte.  Er erwiderte, fünfzigmal am Tag zwei Meter mehr zu gehen sei "unzumutbar"!
 

Auch das akribische Entfernen des Laubes ist  naturschädigend:
Dabei wird mit schweren Laubsaugern überdie Baumscheiben gefahren. Außerdem werden viele Kleintiere aus dem Rasen mit abgesaugt. Siehe auch: Laubterror

Frage: Warum werden die schöne bunten Blätter so schnell entfernt?
Antwort:  Der Rasen könnte könnte sonst "Schaden nehmen".

 Frage:  Warum wird das Laub auch aus dem Buschwerk restlos entfernt, sodaß die Igel kein Laub mehr zum "Einigeln" finden?
Antwort: Weil ein Blättchen vom Wind auf den Radweg gepustet werden könnte und ein Radfahrer darauf ausrutschen könnte.
 

Weiterhin werden häufig die Schonzeiten von brütenden Vögeln ignoriert.
Beispiel: Bei der Renovierung der Toiletten am Großen Garten wurde im Frühjahr 2000 das Dach abgerissen. Dabei wurden zahlreiche Vogelnester zerstört.
Auch bei Baumfällungen wird wenig Rücksicht auf die Brutzeit genommen
 
 

Baumfällungen:

Im Winter 1997/98 bat die Baumschutzinitiative um eine Besichtigung der zu fällenden Bäume im Georgengarten. Es mußten erst zahlreiche Hindernisse überwunden werden, bis wir den Plan und einen Temin (2 Tage vor Weihnachten, wenn kaum einer Zeit hat!) erhielten. Bei diesem Termin wurden uns lediglich 3 von 30 Bäume gezeigt.
Bei einer späteren Besichtigung stellten wir fest, daß ein fast hohler Baum noch dastand, während sein stabilerer Nachbar abgesägt worden war.
 

Bäume werden häufig  "aus Sicherheitsgründen" zu früh entfernt.
Beispiel: Eine alte Weide, die sich der Wasserfläche zuneigte, wurde abgesägt, weil ein Schlittschuhläufer erschlagen werden könnte!

Anmerkung: Das Betreten der Eisflächen im Georgengarten ist lt. Straßen- und Grünflächenordnung der Stadt Hannover grundsätzlich verboten.
Außerdem vermeiden es die Schlittschuhläufernach meiner Beibachtung, unter Bäumen zu laufen, weil dort meist  kleine Äste oder andere Baumteile herumliegen und Stolperstellen darstellen.
Die Wahrscheinlichkeit, daß ein Baum bei tiefen Frosttemperaturen umfällt und im gleichen Moment ein Schlittschuhläufer darunter her läuft ist äußerst gering.
 

Wege

Durch die maschinelle Randpflege mit dem "Zinken"  werden die Wege zur Geröllpiste. Der Untergrund wird aufgewühlt und die Wege zerstört.
 
 
 
 
 



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