Richtlinien der Stadt Hannover

Richtlinien zum Schutz von Bäumen und Großgehölzen in der Landeshauptstadt,
Eine Zusammenfassung der Baumschutzsatzung, der RAS-LG 4 und der DIN 18920.  (1992)

(Erhältlich bei der Stadt Hannover)
 
 

Landeshauptstadt   Hannover
Richtlinien   zum  Schutz   von   Bäumen   und  Großgehölzen
in   der   Landes-hauptstadt   Hannover

1.  Bei der Ausführung von Baumaßnahmen aller Art in der Nähe von Bäumen und Groß­gehölzen müssen Schäden im Wurzel-,  Stamm- und Kronenbereich unter allen Umständen vermieden .werden.

Dazu wird auf einzuhaltende Richtlinien hingewiesen:

1.1  Die Baumschutzsatzung der Landeshauptstadt Hannover vom 22.1.1987
1.2 Die VOB;  DIN  18920 - Vegetationstechnik im Landschaftsbau - Schutz
von Bäumen,  Pflanzenbeständen und Vegetationsflächen bei Baumaßnahmen.
1.3 Die RAS-LG 4,  Ausgabe  1986,  Schutz von Bäumen und Sträuchern im Bereich von Baustellen.

Alle Richtlinien sind im einschlägigen Buchhandel erhältlich,  die RAS bei der
Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen,
Alfred-Schütte-Weg 6,  5000 Köln 21.

2. Die bei der Nichteinhaltung der Richtlinien (verursachten) eintretenden Schäden sind Sachbeschädigungen, die gemäß STGB § 303 strafbar sind und nach BGB § 823 ff als unerlaubte Handlungen
zum Schadenersatz verpflichten.

3.  Die Richtlinien fordern verbindlich im einzelnen:
3-1 Schutzmaßnahmen für den Wurzelbereich = Kronentraufe + 1,50 m nach allen Seiten,
für den Stamm und für die Krone sind in jedem Fall vor Beginn der Baumaßnahme zu tätigen  / durchzuführen.
Geeignete Maßnahmen sind z.B. Schutzzäune gemäß Bild  12 und  13 der RAS - LG 4
mit mindestens 180 cm Höhe oder genormte Absperrsysteme  / Bauzäune.

3-2 Arbeiten im Wurzelbereich von Bäumen und Großgehölzen sind,  wenn unvermeidbar, vor Arbeitsbeginn schriftlich dem Grünflächenamt / Stadtforstamt nach Zuständigkeit anzuzeigen,  damit die fachliche Kontrolle  / Überwachung sichergestellt werden kann.

Grundsätzlich wird nur Handschachtung zugelassen,  dabei dürfen    Wurzeln mit einem Durchmesser
von >30 mm nicht durchtrennt werden.
 
Angegrabene Wurzelbereiche müssen gegen Austrocknunng und Frost
mittels Wurzelvorhanges geschützt werden.

Das Befahren und Überfahren von Wurzelbereichen ist verboten.

3-3 Die Inanspruchnahme der Wurzelbereiche von Bäumen und Großgehölzen für die Bauabwicklung und Baustelleneinrichtung ist verboten,  dazu gehören auch Bau- und Wohnwagen,  Feuerstellen,  Lagerung von Material, Schutt,  Schadstoffen und dergleichen mehr.

3- Der Rinden- und Stammschutz verbietet,  weder Gegenstände anzunageln oder anzuschrauben noch Seilbefestigungen oder Leitungen anzubringen.

3-5 Das Entfernen von Bäumen und Großgehölzen ist verboten - Baumschutz- Satzung §§ 3 bis 8.

Ausnahmen erteilt auf schriftlichen Antrag das Amt für Umweltschutz.
In jedem Fall ist die Verpflanzmöglichkeit zu prüfen.

3.6 Das Zerstören und Entfernen von Ästen und / oder das Abhacken von Wurzeln ist verboten
und gilt als Sachbeschädigung.

Für Beratungen stehen das Grünflächenamt,  das Stadtforstamt und das Amt für Umweltschutz zur Verfügung.
Stand: 01/92


 













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