Baumschutzinitiative Hannover
 

"Senoiren-Journal - Aktiv in der Region Hannover", Heft 08/04
Leserbrief zu dem Artikel "Wenn Lärm krank macht" aus Heft 07/04.

Ich wohne an einer Hauptverkehrsstraße (alle Zimmer nach vorn!) und kann mich
nur durch das Schließen der (maroden) Fenster gegen den Lärm schützen - was im
Sommer zu unerträglicher Hitze führt. Mein Vermieter hat mein Angebot, auf
eigene Kosten neue Lärmschutzfenster einzubauen, abgelehnt. Trotz fünfjährigem
Bemühen des Mietervereins erhielt ich keine Genehmigung - und der Vermieter ließ
das Fenster in meinem "Allerheiligsten" jetzt aufwendig reparieren: Der
verfaulte Rahmen wurde gegen neue Holzstücke ausgetauscht. Dafür habe ich
innerhalb eines halben Jahres das Zimmer 12 x umgeräumt und gereinigt - aber der
Lärm ist geblieben.

Der gleichmäßige Verkehrsfuß von Stadtbahn und Autos ist (unter Verzicht auf
Vogelgezwitschere) relativ erträglich - während Hubschrauber, Polizei, Feuerwehr
und das völlig sinnlose "Hochzeitshupen" durch jede Ritze dringt.
Vom gegenüberliegenden Park dröhnen zusätzlich noch tagsüber die Trecker und
Mähcontainer, nachts die Techno-Partys in meine Wohnung.

Noch schlimmer ist es, wenn plötzlich ein Unfallwagen sein Martinshorn
einschaltet, während ich durch die Stadt fahre. Dann falle ich vor Schreck fast
vom Rad - aber ehe ich mir die Ohren zuhalten kann, ist er schon wieder weg!!!
Für mich ist das Körperverletzung in höchsten Maße!!!
Darum habe ich ständig Ohropax bei mir - und immer öfter in den Ohren - um die
vorprogrammierte Schwerhörigkeit aufzuhalten.
 
 
 
 
 
 


Zurück zum Anfang: