Baumschutzinitiative Hannover







Kahlschlag am ehemaligen Sozialgericht
in der Nienburger Straße/Ecke Callinstraße
 
 


So sah es vorher aus



Von der ersten Kiefer steht nur noch der Stamm da

Die zweite Kiefer wird entastet

 
 
      Die dritte Kiefer wird scheibchenweise entfernt

und eine ca 200 Jahre alte Eibe abgesägt

 
 
 
Dann noch eine Birke.

Danach wird die "Grünmasse" abgefahren

 


Nun ist die kahle Fassade übrig geblieben!







Anmerkung zu der Fällungsaktion:

Am  Mittwoch, 27.12.00 (also am 1. Werktag nach Weihnachten, als viele Bürger verreist oder anderweitig beschäftigt waren!)  wurden die Bäume am ehemaligen Sozialgericht gefällt.
Ich hatte Zweifel an der Genehmigung, da ich 3 Tage vor Weihnachten noch beim Umweltamt war und von dem Fällungsantrag gehört hatte. Zu dem Zeitpunkt war die Entscheidung noch offen.

Da die Gartenbaufirma keine Genehmigung vorweisen konnte und im Umweltamt niemand zu erreichen war, rief ich die Polizei und bat um Überprüfung. Daraufhin mußten die Holzfäller die Genehmigung aus Ronnenberg holen, ehe sie weitermachen durften - was den Firmeninhaber ärgerte.
Die Polizeibeamten sagten ihm, das sei genauso, wie wenn er keinen Führerschein bei sich hätte.
Dann müßte er ihn auch erst holen, ehe er weiterfahren dürfte.

Nachdem die Rechtmäßigkeit der Fällungsaktion festgestellt worden war, gingen die Arbeiten weiter. Ich benachrichtigte die Zeitung und es erschien ein sehr interessierter junger Journalist, der als erster Redakteur nach der  Baumschutzsatzung fragte und den Paragraphen suchte, der diese Fällung erlaubt....

Am 4. Januar 2001 erschien dann ein Bericht in der HAZ-Stadtteilzeitung Nord (mit Bild):
"Bäume weichen Baugerüst" .
Darin hieß es, daß die Bäume entfernt werden mußten, um das Baugerüst für die Sanierung aufbauen zu können.
Das Umweltamt hätte die Abholzaktion genehmigt, da das Wurzelwerk der Bäume das Gemäuer des Hauses gefährde.
 
 

Diese Begründung ist äußerst fragwürdig:

1. In der BSS war kein Passus zu finden, der die Fällung zum Zwecke eines Gerüstbaues erlaubt.
2. Kiefern und Eiben greifen kein Mauerwerk an und die Birke stand weit ab vom Haus.

Es macht einen unseriösen Eindruck, wenn ein "Fachamt" solche Begründungen abgibt!

Das denkmalgeschützte, sehr marode Gebäude war kurz vorher für 5 Millionen von einem Zahnarzt gekauft worden und es liegt nahe, daß ihn die alten Bäume störten!

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Im Gegensatz zu dieser Genehmigung wurde am 18.12.00 im Lokalteil der HAZ  über eine Eiche berichtet, die nicht gefällt werden darf, obwohl Patienten in eine Arztpraxis stolpern und das Wasser in die Garage läuft!:

"Wenn eine Eiche zum Stolperstein wird...
Seit zwei Jahren bemüht sich ein Bürger vergeblich darum, eine Eiche fällen zu dürfen - und bekommt allmählich Zweifel am Sinn der BAUMSCHUTZSATZUNG"
 
 

Anmerkung: Die Ablehnung wurde im Lokalteil der HAZ dargestellt,  während die großzügigen Fällungen im (kleineren) Stadtteil-Anzeiger erschienen. Dieses habe ich mehrfach beobachtet und mit dem Chefredakteur darüber korrespondiert.
Durch diese subjektive Art der Berichterstattung entsteht der Eindruck in der Bevölkerung, daß die Baumschutzsatzung besonders streng gehandhabt wird und die Bäume dadurch geschützt werden.
Das ist jedoch ein Trugschluß.
(Die betreffenden Zeitungsberichte darf ich leider nicht im Internet veröffentlichen)
 

Siehe auch: Korrespondenz mit dem Chefredakteur einer hannoverschen Zeitung
 



 

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